Wenn es um Randale am Rande von Sportveranstaltungen geht, hat sich Magdeburg einen traurigen Ruf erworben. Nur Dresden und Rostock dürften noch schlechter abschneiden. In der Vorwoche gab es am Rande des Regionalliga-Fußballspiels bei Union Berlin II über 250 Festnahmen von Anhängern des 1. FC Magdeburg. Am Montag erhielt der Club mal wieder eine Geldstrafe, weil Fans verbotene bengalische Feuer abgebrannt haben. Und neuerdings fliegen auch die Fetzen beim familienfreundlichen Handball. Am Sonntag zum SCM-Spiel gegen GWD Minden rückte die Polizei sogar samt Hubschrauber an.

Die Reaktion der Vereine ist ebenso traurig wie das kriminelle Verhalten: Uns geht das nichts an, weil es nicht bei uns passiert. Das mag formal richtig sein, und trotzdem sollten sich FCM und SCM weiter klar distanzieren und sich noch mehr ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst werden. Denn die endet nicht an Stadion- oder Hallentür.