Die islamistischen Terroranschläge der vergangenen Tage zeigen, dass es sich um eine weltweite Gefahr für die zivilisierte Gemeinschaft handelt. Wie eine Epidemie hat sich Al-Qaida seit 20 Jahren in nahezu alle Schlupfwinkel der Erde ausgebreitet. Die Ableger haben regional unterschiedliche Namen, töten aber stets im Namen Allahs. Allein im November sollen sie in 14 Ländern mehr als 5040 Menschen umgebracht haben. Darunter sind auch 50 Enthauptungen.

Doch mit dem Islam haben diese Gruppen nichts zu tun. Nein, sie missbrauchen diese Religion, um ihre irren Vorstellungen zu verwirklichen. Der Islamische Staat (IS) ist seit Monaten Realität auf weiten Teilen Syriens und des Iraks. Das Kalifat des Schreckens ist mittlerweile fast so groß wie Großbritannien.

Die Weltgemeinschaft und ihre fünf Veto-Mächte USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich sind aufgefordert, endlich gemeinsam das Treiben dieser Feinde der Menschheit zu beenden. Dabei müssen allerdings auch die religiösen Führer des Islams entscheidend und überzeugend mithelfen. Denn der Kampf wird nicht nur mit Bomben, Raketen und Gewehren entschieden, sondern auch in den Köpfen der Verirrten, die es zurückzugewinnen gilt.