Der Gebrauch von Pyrotechnik reißt tiefe Gräben in die Fußball-Fanszene. Und das seit Jahren. In Dresden, Braunschweig, Magdeburg und anderswo. Das Abbrennen von bengalischen Feuern gehört bei vielen Spielen zum Stadionerlebnis dazu und ist Teil der Fankultur. Und solange die bis zu 2500 Grad heißen Feuerwerkskörper niemand verletzen, bieten die Bengalos, integriert in einfallsreiche Choreografien, mitunter sogar Gänsehautmomente.

Dies darf indes nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Abbrennen im Stadion verboten ist. Die Vereine müssen hier eine deutliche Sprache sprechen, sonst bleiben sie aus falsch verstandener Verbundenheit die Zahlmeister für das Fehlverhalten einer sehr kleinen Gruppe. Und in der Fanszene müssen sich die Selbstreinigungsprozesse weiter verfestigen. Erste Schritte sind in Magdeburg gemacht, mehr nicht. Die Haltung sollte überall klar sein: Straftaten im Stadion sind nicht hinnehm- und tolerierbar.