Nicht die Tatsache, dass sich das Justizministerium eigene Spürhunde für Drogen und Handys angeschafft hat, ist die große Überraschung. Erstaunlich ist vielmehr, warum erst jetzt dieses wichtige Einsatzmittel in den Gefängnissen des Landes mit der Neuanschaffung dauerhaft Einzug hält. Dass Hunde einen feineren Geruchssinn haben, als jedes noch so moderne Analysegerät, dürfte ebenso seit Jahren bekannt sein, wie deren Effektivität.

Natürlich sind auch schon früher Polizeihunde bei Durchsuchungen im Knast eingesetzt worden. Dann aber nur sporadisch und unter eingeschränkten Bedingungen. Für clevere Gefangene stellte das aber bisher nie ein großes Problem dar. Und überall können die immer weniger werdenden Justizbeamten auch nicht sein. Insofern ist die dauerhafte Hilfe bei den Kontrollen durch Vierbeiner längst überfällig. Zumal die zusätzlichen Ausgaben eher Peanuts sind, wenn man bedenkt, welcher Schaden durch Drogen auch hinter Gittern entstehen kann.