Sachsen-Anhalts CDU will erneut mit Reiner Haseloff als Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf ziehen. Schon beim Parteitag im November hatte sich gezeigt, dass er mit breiter Unterstützung der CDU-Basis rechnen kann. Haseloff hat in der eigenen Partei die Kurve gekriegt. Zeitweise war er in der CDU umstritten. Nach der Wahl 2011 nahm ihm manch einer übel, dass er dem Koalitionspartner SPD inhaltlich und personell viele Zugeständnisse (Mindestlohn, Gemeinschaftsschulen) machte. Der Rauswurf von Ministerin Birgitta Wolff und starke Proteste (Hochschulen, Kultur) gegen den später abgemilderten Sparkurs gaben Haseloff-Skeptikern Auftrieb.

Jetzt ist die Lage für den Wittenberger deutlich komfortabler. Das Land verzeichnet eine gute wirtschaftliche Entwicklung. Die Finanzen sind geordnet (keine neuen Schulden), Reformen in vielen Bereichen erledigt oder vor dem Abschluss. All das wird die CDU-Spitze dazu bewegt haben, erneut auf Haseloff zu setzen.