Die Alternative für Deutschland gibt sich derzeit alle Mühe, schwarze Schafe aus der Partei zu drängen. Tatsächlich hat die AfD in den zurückliegenden Monaten etliche Rechtsextreme angezogen, die mit unerträglichen Äußerungen der Partei schwer geschadet haben. Der um ein bürgerliches Image bemühte Bundeschef Bernd Lucke weiß: Die AfD wird auf Dauer nur dann auf der politischen Bühne bestehen, wenn sie eine klare Trennlinie zum rechtsextremen Bereich zieht.

Sachsen-Anhalts AfD, ohnehin immer wieder von Personalquerelen erschüttert, hat da noch viel Nachholbedarf. Dort verbreiteten mehrere Landesvorstandsmitglieder rechtslastige Äußerungen. Landeschef Poggenburg - er selbst hatte die "Ausweisung" des jüdischen Moderators Michel Friedman verlangt - beließ es bei "Ermahnungen". Ein konsequenter Umgang mit rechtem Gedankengut sieht anders aus. Solange die AfD derart lax auf unsägliche Parolen reagiert, wird sie nicht aus der Schmuddelecke kommen.