Es klingt wie eine ziemlich aussichtslose Aktion: Südkorea will neue Gespräche mit Nordkorea über eine mögliche Vereinigung. Und um ehrlich zu sein, das ist es wohl auch. Doch gerade die deutsche Geschichte zeigt, wie wichtig Menschen sind, die an das Unmögliche glauben.

Im kommenden Jahr sind Nord- und Südkorea 70 Jahre getrennt. 70 Jahre, in denen Familien zerrissen, Kontakte abbrachen und Zusammenarbeit fast unmöglich war. 70 Jahre, in denen sich in Nordkorea eines der mörderischsten Regime der Welt etabliert und sich der Süden zu einer demokratischen und wirtschaftlich starken Nation entwickelt hat.

Offiziell befinden sich beide Länder im Kriegszustand. Beim Blick auf die Weltlage sind Bemühungen, den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, daher umso bemerkenswerter. Auf eine Wende in Korea werden wir noch lange warten müssen. Aber wie sagt Hermann Hesse: "Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden."