Für Eltern soll es künftig einfacher werden, die Höhe des Kita-Beitrages für ihre Kinder nachzuvollziehen. Das ist gut so! Wer eine Leistung in Anspruch nimmt, hat ein Recht darauf, zu wissen, was wirklich drin ist.

Dass es bei der Umsetzung hapert, ist ärgerlich. Doch der Sozialminister handelt überlegt, er gewährt eine längere Übergangsfrist bis Ende des Jahres. Das erhöht die Chance, dass tatsächlich das dabei herauskommt, was die Regelung bewirken soll: Mehr Transparenz bei den Kosten. Druck begünstigt Ungenauigkeiten, die will Bischoff vermeiden - vielleicht auch in dem Wissen, dass die Landkreise, die die Änderungen umsetzen müssen, derzeit noch vor einer weiteren gewaltigen Herausforderung stehen: Sie müssen die stark steigende Zahl an Asylbewerbern und Kriegsflüchtlingen unterbringen. Das bindet Kapazitäten.

Fakt ist aber auch: Der neue Spielraum darf nicht ausgenutzt werden. Landkreise und Kita-Träger sind nun in der Pflicht, das transparente Kostensystem bis Ende 2015 wirklich zu schaffen. Seiten 1 und 2