Bundestrainer Dagur Sigurdsson holt Michael Kraus zurück ins Nationalteam - und das ist gut so. Manche mögen es für einen Paukenschlag halten, zumal Kraus noch vor vier Monaten gegen Dopingvorwürfe kämpfte und freigesprochen wurde. Ein Mann von seiner Klasse ist aber zwingend notwendig, wenn das WM-Viertelfinale in Katar erreicht und damit die Olympia-Qualifikation für Rio 2016 geschafft werden soll.

Kraus, Weltmeister von 2007, mag so tagesformabhängig spielen wie kein anderer Akteur, aber an guten Tagen ist der Regisseur Weltklasse. Und Sigurdsson kann es sich nicht leisten, auf diese Qualität zu verzichten.

Den Beweis dieser beeindruckenden Qualität lieferte der 31-jährige Kraus im letzten Bundesliga-Spiel mit Göppingen gegen den SCM aufgrund seiner zwölf Treffer, seiner Schnelligkeit und seiner Überraschungsmomente. Und es bedarf gerade einiger Überraschungen der Sigurdsson-Mannschaft, um das WM-Viertelfinale zu erreichen.