Im Irak enthaupten IS-Kämpfer reihenweise "Ungläubige", in Nigeria metzelt "Boko Haram" seit Monaten ganze Dörfer nieder. Mit den Terroranschlägen von Paris ist die Gefahr "Islamismus" stärker denn je im Bewusstsein der westlichen Welt angekommen.

Zur Wahrheit gehört: Dass diese Gefahr überhaupt so groß geworden ist, haben die USA und die führenden Mächte in Europa mit zu verantworten. Terrormilizen wie IS und Boko Haram sind in nahezu zerfallenen Staaten erstarkt. Staaten, denen der Westen - nach Besetzung oder Kriegen - zu schnell den Rücken gekehrt und zu wenig beim Aufbau geholfen hat.

Das darf nicht wieder passieren. Es ist deshalb richtig, dass die Bundeswehr in Afghanistan und dem Irak Ausbildungsmissionen durchführt. Nur wenn die Weltmächte diesen instabilen Ländern beim Aufbau starker Strukturen helfen, werden die Einfallstore für Extremisten kleiner - und die Chance, dass diese Gruppen weniger Bewunderer und Täter in Europa finden, größer.