Manuel Neuer hat eine großartige Fußball-WM gespielt und maßgeblichen Anteil daran, dass sich Deutschland im Sommer den vierten Stern sichern konnte. Der Schlussmann der Nationalmannschaft und des FC Bayern hat das Torwart-Spiel auf eine neue Stufe gestellt. Und trotzdem setzte sich bei der Wahl zum Weltfußballer Cristiano Ronaldo durch.

Bei der WM konnte Ronaldo zwar nicht einmal ansatzweise seine Stärken zeigen, dafür brilliert er seit Jahren im Vereinsfußball - erst in Lissabon, dann bei Manchester United, seit 2009 bei Real Madrid, das er 2014 fast im Alleingang zum Gewinn der Champions League führte. In dieser Zeit hat es "CR7" dank einer atemberaubenden Torquote, einem ordentlichen Schuss Exzentrik und vor allem cleverer Marketingstrategen zu einer Weltmarke gebracht. "CR7" ist selbst in den hintersten Winkeln dieser Welt eine Größe. Davon ist Manuel Neuer gefühlt weit entfernt. Der beste Torwart auf der Welt ist er trotzdem - nur gibt es dafür keinen Preis.