Mit der Bekräftigung, dass der Islam zu Deutschland gehört, hat Kanzlerin Angela Merkel nicht mehr getan, als eine bekannte Tatsache öffentlich anzuerkennen. Damit ist es aber nicht getan. Ähnlich verhält es sich mit der beeindruckenden Protestkundgebung in Berlin gegen den islamistischen Terror. Es gilt, diese Signale in den Alltag des Zusammenlebens höchst unterschiedlicher Kulturen und Religionen mitzunehmen. Denn hinter den vielzitierten und speziell in Dresden massenhaft auf die Straße getragenen Ängsten der Deutschen verbergen sich häufig Vorurteile und Unkenntnis.

Es gibt politische Ansätze, hier etwas zu ändern. Die Islamkonferenz etwa. Sie muss aber von einer Alibiveranstaltung zu einem Forum werden, das Lösungen findet, anstatt sich in Problemdebatten zu ergehen. In der Koalition wird zudem ein Zuwanderungsgesetz diskutiert. Nur zu: Bei einem geregelten Migranten-Zustrom könnte niemand behaupten, Deutschland würde von Fremden überrannt.