Die WM in Katar stellt alles in den Schatten, was der Handball bislang gesehen hat. Mit einem Rekordbudget von mehr als 200 Millionen Euro überließen die Scheichs nichts dem Zufall. Das Beste war gerade gut genug, schließlich will sich der Golfstaat im Glanze sonnen. Immerhin richtet Katar in den kommenden Jahren 17 weitere Weltmeisterschaften in olympischen Sportarten aus - als Höhepunkt die umstrittene Fußball-WM 2022.

Der Erfolg des Mega-Events hängt nicht zuletzt davon ab, ob die Einheimischen die WM annehmen werden. Vor dem ersten Anwurf weiß keiner so recht, ob das Versprechen von der "besten WM aller Zeiten" und ausverkauften Hallen eingelöst werden kann. Für den deutschen Handball, der nach verpasster Qualifikation nur dank einer Wildcard mitspielen darf, geht es darum, nicht hinter Fußball, Basketball und Eishockey medial völlig ins Abseits zu geraten. Im TV ist die WM schon in einem Spartensender gelandet - trotz Glanz und Gloria der Kataris.