Ist Pegida fußlahm geworden? Wohl noch nicht. Die Dresdner Organisatoren haben aber öffentlich angekündigt, dass die diffuse Bewegung sich nicht ausschließlich auf der Straße artikulieren will. Ein Indiz auch für die Forschermeinung, dass die Pegida ihren Zenit überschritten haben könnte.

Es ist überdies ein Nebeneffekt des Zwangsstopps der Kundgebungen in der sächsischen Landeshauptstadt, dass die Beteiligten etwas zur Besinnung kommen und sich die Auseinandersetzungen mehr auf die Diskussionsebene verlagern. Dort werden sie geführt werden müssen. Es ist nicht damit zu rechnen, dass sich multikulti-resistente Pegida-Anhänger allein mit dem erreichten Aufmerksamkeitsgrad abspeisen lassen. Die Brücke in die Politik ist längst gebaut - die Alternative für Deutschland bietet sich als Heimstatt der rechtskonservativen Pegida-Klientel förmlich an. Somit könnte politisch jener Platz rechts neben den Unionsparteien gefüllt werden, den diese nie lassen wollten.