Das hatten sich die Macher des Fußball-Verbandes Sachsen-Anhalt gewiss anders vorgestellt. Der Neujahrsempfang mit neuem Geschäftsführer und neuem Logo, gedacht als Neustart zu noch mehr Professionalität, wurde zur Abseitsfalle. Die Auslosung des Pokal-Halbfinales - normalerweise eine Routine-Angelegenheit mit vier Losen in vier Dosen - ging nach hinten los. Zu dumm auch, dass eine der Dosen markiert war.

Sollte womöglich erreicht werden, dass Pokalverteidiger FCM und Drittligist HFC nicht schon vor dem Wunsch-Finale aufeinandertreffen - weshalb waren dann deren Lose nicht gekennzeichnet? So bleibt der Schluss, dass hier eine vorsätzliche Manipulation wohl nicht vorlag. Personelle Konsequenzen wurden gestern bereits ausgeschlossen. Was jedoch nichts an der Tatsache ändert, dass der Fußball-Verband Sachsen-Anhalt ein klassisches Eigentor geschossen hat. Allein die Schmährufe aus dem Umfeld sind Strafe genug.