Die Erfolgsgeschichte des Unternehmens, die Hanwha Q-Cells noch im vergangenen Sommer verkaufen wollte, hat einen gehörigen Riss bekommen. Die Wahrheit ist, dass der Standort in Thalheim seit der Übernahme ein Zuschussgeschäft für den Konzern war. Die unternehmerische Entscheidung, die Produktion in Sachsen-Anhalt zu schließen, ist mit Blick auf die Rahmenbedingungen und den internationalen Wettbewerb nachvollziehbar. Moralisch ist sie es jedoch nicht.

550 Mitarbeiter müssen sich nach einem neuen Job umsehen. Für die Beschäftigten im Solar Valley ist die Entscheidung des Vorstandes ein Schlag ins Gesicht. Mit ihrem Engagement und ihrem Wissen haben sie die Solarsparte des Hanwha-Konzerns auf die Zukunft vorbereitet. Jetzt bleiben viele Mitarbeiter selber auf der Strecke. Nach dieser Nachricht auf die Förderpolitik der Landesregierung einzudreschen, ist aber der falsche Weg. Konstruktive Vorschläge, wie der Jobverlust aufgefangen werden kann, wären der richtige.