Der Jemen zählt schon jetzt zu den ärmsten Ländern der Welt. Wenn der Westen und die arabischen Nachbarstaaten nicht bald in den Machtkampf zwischen Regierung und Rebellen eingreifen, droht der Staat zu zerfallen.

Zunächst wäre das für die Bevölkerung eine Katastrophe. Schon jetzt haben 10 Millionen Menschen nicht genug Essen, vielen fehlt der Zugang zu sauberem Wasser. Sollten die staatlichen Institutionen endgültig zusammenbrechen, droht blutige Gewalt und Anarchie. Solche Zustände würden wiederum nur Terrororganisationen wie Al-Qaida nützen. Die Islamisten könnten den Jemen als Basis ausbauen, um die zivilisierte Welt mit Anschlägen zu überziehen.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer besteht noch darin, dass die Konfliktparteien nach Jahrzehnten von Auseinandersetzungen kriegsmüde sind. Möglicherweise könnte das dazu führen, dass es doch noch mal zu Verhandlungen um Frieden kommt.