Die Vermittlungsbemühungen sind gescheitert. Nichts zeigt dies deutlicher als Angela Merkels Ausweichen auf die zurzeit utopische Freihandelszone zwischen EU und Eurasischer Wirtschaftsunion.

Die Vermittler können beiden Seiten keine Exit-Strategie aufzeigen. Für die Ukrainer würde kaum mehr als ein "eingeforener Konflikt" herauskommen: Das bedeutet die Aufgabe der Krim und de facto auch der von Russen besetzten Ostgebiete. Wladimir Putin kann seinen propagandistisch aufgeladenen Feldzug aus innenpolitischen Gründen nicht abbrechen. Angesichts der festgefahrenen Situation besteht die Gefahr, dass die Ukrainer den Konflikt eskalieren lassen. Schon allein um dem diplomatischen Spielchen Putins, der nach wie vor Russlands Beteiligung an diesem Krieg leugnet, ein Ende zu bereiten.

Die Europäer müssten sich bei immer größerem Einsatz von russischem Militär einem klassischen Krieg stellen. Das wäre vorerst das Ende der Diplomatie.