Am Ende hatte keiner mehr Lust auf Konfrontation. Die Hochschulrektoren haben am Donnerstag ein Papier unterzeichnet, das ihnen 1,5 Prozent des Etats nimmt, dafür aber Planungssicherheit bietet. Alle lächelten in die Kamera - mal mehr, mal weniger gut geschauspielert. Die Debatte, wie viel Geld die sieben Hochschulen brauchen, soll nun zu Ende sein.

Einer der Rektoren allerdings hat sich eine Hintertür gelassen: Udo Sträter, Chef der Martin-Luther-Universität Halle. Während alle anderen Hochschulen Sparbeschlüsse getroffen haben, spielt die größte Uni im Land unverhohlen auf Zeit. Mal war es der Wahlkampf um den Rektorenposten, der Beschlüsse unmöglich machte; mal erklärte Sträter, an seiner Uni sei schlechthin nichts verzichtbar. Im Oktober bewilligte Wissenschaftsminister Hartmut Möllring zwei Monate zum Nacharbeiten. Passiert ist nichts, Möllring hat sich nun bis zum Herbst vertrösten lassen. Das Lächeln von Udo Sträter hat einen guten Grund.