Der Islamische Staat stellt nicht nur eine Bedrohung für Syrien und den Irak dar. Die Terrortruppen gefährden die Stabilität des gesamten Nahen Ostens. Dagegen kämpfen die kurdischen Peschmerga im Nordirak mit Hilfe einer US-geführten Allianz. Dass sich die Bundesrepublik mit Ausrüstung und Ausbildern daran beteiligt, liegt zweifelsohne in deutschem Interesse. Der IS ist eine Brutstätte islamistischen Terrors, der nach Europa getragen wird.

Dennoch liegt ein Schatten auf der neuen Bundeswehr-Mission: Sie ist durch keinerlei internationales Mandat gedeckt. Weder im Namen der Nato, der EU noch der Vereinten Nationen wird hier gekämpft. Die Allianz eint nicht mehr als der politische Wille. Was, wenn das in den Krisengebieten dieser Welt Schule macht? Zudem muss die Bundesregierung ihre Haltung zur PKK überprüfen: Die bisher als terroristisch eingestufte Kurdenorganisation ist plötzlich zum engen Verbündeten mutiert. Das passt nun wahrlich nicht mehr zusammen.