Vor sieben Jahren ist der größte Umweltskandal in Sachsen-Anhalt aufgeflogen. Aufgeklärt ist er bisher nicht. Und das wird leider auch in absehbarer Zeit vorerst so bleiben: Der Prozessauftakt zur illegalen Müllablagerung in der Tongrube Möckern muss verschoben werden, das noch schwerer wiegende Vehlitz-Verfahren ist noch nicht einmal eröffnet.

Damit sinken auch die Chancen, dass die Täter eine angemessene Strafe erhalten: Denn je länger sich Ermittlungen und Prozesse hinziehen, desto schwerer dürfte es vor Gericht werden, die Straftaten zweifelsfrei nachzuweisen. Zeugen könnten versterben oder sich nach Jahren nicht mehr an jedes Detail erinnern.

Am Ende bleibt die bittere Erkenntnis: Die Unternehmer haben mit ihren illegalen Müllgeschäften Millionen verdient, doch für den enstandenen Umweltschaden zahlt bisher weiter nur der Steuerzahler. Die Hoffnung, dass die Täter irgendwann einmal an diesen Kosten beteiligt werden, wird geringer.