Die ehemaligen Pegida-Organisatoren um Ex-Sprecherin Oertel wollen die Politik weiter aufmischen. Dafür soll der Verein "Direkte Demokratie für Europa" die Plattform bieten. Allerdings bleibt zunächst ziemlich nebulös, was die neue Bewegung eigentlich will. Nun ja, bürgernah will sie sein, sich rechts neben der CDU positionieren. Doch genau dort verortet sich auch die Alternative für Deutschland. Da wird der Platz für eine neue Bewegung verdammt eng. Es ist daher nicht zu erwarten, dass der Verein der Pegida-Aussteiger die Massen mobilisieren wird.

Vielmehr belegt die Gründung des neuen Vereins den anhaltenden Zerfall von Pegida. Es ist jetzt völlig unklar, mit wem die Bewegung wohin steuert. Wie etwa soll der radikale Leipziger Legida-Ableger gebändigt werden? Pegida hat, so viel lässt sich sagen, den Zenit überschritten. Die überaus mäßige Beteiligung am Montagabend bei der Magdeburger Magida-Demonstration ist dafür ein weiterer Beleg.