Die Landes-CDU geht beim Thema Zuwanderung in die Offensive. Ihre Diskussionsgrundlage ist eine Zusammenfassung vieler Thesen, die in der Union immer schon diskutiert worden sind. Dass die CDU ausgerechnet jetzt dieses Thema hochzieht, ist auch eine Reaktion auf die Pegida-Demonstrationen. Pegida gilt als bürgerliche Protestbewegung aus der Mitte der Gesellschaft. In ihrem 19 Punkte umfassenden Positionspapier hat sie etliche Inhalte übernommen, die in der CDU schon lange mehrheitsfähig sind.

Pegida zerlegt sich derzeit selbst. Das liegt am Agieren der unsäglichen Organisatoren. Und das ist auch darin begründet, dass die Bewegung immer wieder von Neonazis unterwandert wird. Das stößt auch viele ab, die aus diffusen Ängsten auf die Straße gehen. Ihre Sorgen sind nach den Chaostagen bei Pegida geblieben. Die CDU greift jetzt ein für die Pegida-Anhänger zentrales Thema auf. Sie will viele Mitläufer zurückgewinnen. Wer will ihr das verdenken?