Man mag die jetzt neu eingeführten gesetzlichen Regelungen zum öffentlichen Fotografieren und Filmen aus unterschiedlichen Gründen kritisieren. Doch eines steht fest: Sie waren überfällig. Denn sie tragen einer technischen Entwicklung Rechnung, die in den vergangenen fünf Jahren geradezu explosionsartig rund um den Globus das öffentliche Verteilen von Fotos und Filmen verändert hat. Mit allen Begleiterscheinungen.

Kein Überwachungsstaat hat in der Vergangenheit die Realität geschaffen, denen die Menschen heute vor allem in den Ballungszentren mit guter Internetanbindung ausgeliefert sind: Jeder kann fast überall an fast jedem Ort gefilmt und fotografiert werden. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass in naher Zukunft Billig-Drohnen auch noch den Luftraum über privaten Grundstücken erobern werden. Bei aller Liebe zur Freiheit: Neue Gesetze müssen Regularien schaffen, damit nicht etwas getan wird, nur weil es technisch möglich ist.