Nichts ging mehr in den vergangenen Wochen im Friedensprozess für die Ukraine. Minsker Gespräche: Eins nach dem anderen geplatzt. Geplanter Gipfel in Kasachstan: Abgeblasen. Ein Fiasko angesichts verschärfter Kämpfe und wachsenden Flüchtlingselends in der Ostukraine.

Mit der Merkel-Hollande-Mission in Kiew und Moskau sind die Bemühungen um ein Ende der Kämpfe wieder auf der einzig erfolgversprechenden Ebene angekommen: der der Staats- und Regierungschefs der Ukraine, Russlands, Deutschlands und Frankreichs mit den Amerikanern im Hintergrund. In diesem Kreis ist auch das Minsker Abkommen vorgedacht worden. Die Abmachung wurde freilich in der Ostukraine förmlich zerschossen. Das erhöht den Druck auf die Verhandler. Es muss eine tragfähige Waffenstillstandslösung her, die nicht morgen schon wieder unterlaufen wird. Geht auch dieser Anlauf für eine Friedenslösung schief, droht die Ukraine endgültig im Krieg zu versinken.