Seit der Liberalisierung des Strommarktes tummeln sich neben den großen vier Energiekonzernen und Hunderten Stadtwerken schätzungsweise 50 Stromdiscounter auf dem Markt. Letztere mit einem riskanten Geschäftsmodell, das im Grunde nur auf die Trägheit des Kunden setzt. Im ersten Jahr wird der Kunde mit ein paar Euro Ersparnis geködert. In den Folgejahren zahlt er wieder drauf. Der Strompreis unterscheidet sich dann nur unwesentlich von denen der Platzhirsche. Streitereien mit dem Billiganbieter um verspätete Abrechnungen inklusive. In dieser Mogelpackung ist die Kundenzufriedenheit bewusst ad acta gelegt.

Wer dem als Kunde aus dem Weg gehen will, dem bleibt nichts anderes übrig, als jährlich von einem Anbieter zum nächsten zu hoppen oder bei seinem seriösen zu bleiben. Unterm Strich bleibt dem Kunden nur die Erkenntnis, er darf für die Energiewende brav zahlen. Und jeder Euro Ersparnis hat höchstes Ärgerpotenzial.