So überraschend die Vertragsverlängerung von Fußball-Nationalspieler Marco Reus bei Borussia Dortmund auch kommen mag, so sehr macht sie Sinn.

Der 25-Jährige selbst steckt nach Verletzungspech, Formkrise und Führerschein-Posse in einem Tief, wäre woanders vermutlich mit Skepsis empfangen worden. Nun hat er Zeit, sich als Führungsspieler zu entwickeln und den Verein in bessere Zeiten zu führen. Dortmund wiederum erhält nicht nur einen enormen Schub im Abstiegskampf, sondern kann noch einige Jahre von Reus` Stärke profitieren und später deutlich mehr Kohle machen als die jetzt festgeschriebenen 25 Millionen Euro. Und schließlich nehmen mit diesem neuen Kontrakt ohne Ausstiegsklausel die fast täglichen Spekulationen um seine Person ein abruptes Ende.

Dennoch schoss einer übers Ziel hinaus - BVB-Boss Hans-Joachim Watzke, der Reus pathetisch als "Uwe Seeler von Dortmund" bezeichnete. Diese Zeiten sind lange vorbei.