Die Fraktionschefs von CDU, Linken und Grünen halten sich an eine ganz einfache Regel: Dienstwagen werden dienstlich genutzt - Punkt. Für Privatfahrten gibt es das Privatauto. Bei einem Monatssalär von gut 10 000 Euro ist das auch durchaus zumutbar.

Die SPD aber hat ihre eigenen Regeln aufgestellt. Fraktions- und Parteichefin Budde nutzt das Dienstauto auch privat. Und präsentiert komplexes Rechenwerk dazu. Mag sein, dass das alles legal ist - klug ist es nicht. Wähler mögen keine komplizierten Formeln. Sie wollen klare Botschaften. Und sie schätzen noch eines: ein gewisses Maß an Zurückhaltung.

Niemand verlangt, dass Spitzenpolitiker mit dem Fahrrad anradeln. Aber muss es beim Fraktionschef schon unbedingt ein Dienstwagen der Oberklasse sein? Auch hier setzt sich die SPD-Chefin von der anderen Landtagsfraktionen deutlich ab. Das dickste Auto fährt ausgerechnet die SPD. Wie das wohl ankommt?