Die Hamburg-Wahl scheint gelaufen, noch bevor ein Zettel in der Urne liegt. Laut Umfragen dürfte niemand Olaf Scholz den Bürgermeister-Posten streitig machen können. Doch langweilig wird es morgen trotzdem nicht. Der Spannungsbogen baut sich um FDP und AfD herum auf.

Seit die Liberalen aus dem Bundestag geflogen sind, wird jede Wahl zum Überlebenskampf. In Hamburg könnte es klappen mit dem Wiedereinzug ins Parlament. Parteichef Christian Lindner propagiert schon fröhlich eine sozialliberale Koalition statt eines rot-grünen Bündnisses. Denn prognostiziert wird, dass die SPD ihre absolute Mehrheit verliert und sich einen Partner suchen muss - Scholz Co. ist also angesagt. Schon weil sich auch die AfD Hoffnung auf ein paar Plätze in der Bürgerschaft machen kann. Die Rechtskonservativen würden damit erstmals in ein westdeutsches Landesparlament einziehen - eine virtuelle Grenze wäre durchbrochen.