Mit der Unfallstatistik versucht die Politik wieder einmal, ein erhöhtes Unfallrisiko durch Senioren für die Allgemeinheit zu suggerieren. Die Statistik beschreibt zwar eine gestiegene Zahl älterer Unfallbeteiligter. Sie sagt aber nichts über die Unfallverursacher aus.

Ein genauerer Blick zeigt vielmehr eine überproportionale Unfallbeteiligung der 18- bis 25-Jährigen, die zu 13 Prozent an allen Unfällen beteiligt waren. Ihre Altersgruppe macht nur etwa fünf Prozent an der Bevölkerung aus. Die Über-65-Jährigen waren bei etwa jedem fünften Unfall involviert, was in etwa ihrem Bevölkerungsanteil entspricht. Dies liegt auch daran, dass viele Ältere heute viel mobiler sind als noch ihre Elterngeneration.

Aus den Zahlen die Notwendigkeit verbindlicher Gesundheitstests für Senioren herleiten zu wollen, ist absurd. Bald Rente mit 70 und dann gleich zum Check-up für die Fahrerlaubnis, das kann`s doch wohl nicht sein.