Nun also Glühwein statt Bier zum Public Viewing und die Weltmeister-Kür kurz vor Heiligabend: So vernünftig eine Verlegung der umstrittenen Fußball-Weltmeisterschaft in Katar auch ist, so schwierig wird deren Umsetzung. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass ein solcher Schritt den Bundesliga-Terminkalender massiv beeinflussen wird.

Dem Weltverband FIFA blieb aber letztlich keine andere Wahl. Im Sommer ist es einfach zu heiß, eine Durchführung bei Temperaturen um 50 Grad unzumutbar. Daher kann es jetzt nur noch um Schadensbegrenzung gehen. Motto "Augen zu und durch".

Der eigentliche Fehler wurde viel früher begangen. Bei der Abstimmung. Katar hätte nie und nimmer den Zuschlag bekommen dürfen. Weil es aber allen Skandalen zum Trotz eine Neuvergabe nicht geben wird, ist die jetzige Lösung alternativlos.

Dem Fan dürfte es am Ende egal sein. Eine WM steht über allem, auch wenn es daheim ein wenig kälter ist.