Der Bundestag stimmt mit großer Mehrheit für die Verlängerung des "Hilfspakets" für Griechenland und die Eurozone. Das ist gut so. Denn noch profitieren wir insgesamt davon. Schlecht ist, dass Politiker aller Parteien ihren Wählern nicht sagen, wofür sie bis heute 55 Milliarden Euro gegeben haben. Mehr Ehrlichkeit bitte! Nicht erst seit heute ist klar, dass die Eurozone eine Transfer-Union geworden ist. Die Hilfe für Griechenland einen "Kredit" zu nennen, ist schon sehr gewagt. Das Geld sehen wir nie wieder.

Entweder es gibt einen Schuldenschnitt oder die lange Laufzeit macht es wertlos.Um die Eurozone zu erhalten, werden bei Transferleistungen heute weniger Bedingungen gestellt als beim Länderfinanzausgleich in Deutschland. Bodo Ramelow würde reichlich Ärger kriegen, wenn er in Thüringen den Alexis Tsipras geben würde. In Wahrheit glaubt niemand daran, dass die Athener Dilettanten auch nur die Hälfte der Maßnahmen umsetzen, die jetzt Bedingung für die Hilfe waren.