Was wäre eigentlich, wenn Separatisten, die wie aus dem Nichts auftauchen, im Nato-Land Estland mit russischen Panzern auffahren würden? Die estländische Armee wäre überfordert. Sie bekommt erst in diesem Jahr 40 schwedische Panzer, die einem solchen Angriff gewachsen wären.

Die Nato will schnelle Eingreiftruppen bilden, um die verunsicherten Balten zu beruhigen, hat aber gar nicht die Transportkapazitäten, um schnell zu sein. Jetzt macht die Nato Inventur und stellt fest, dass Deutschland zwar Panzertruppen hat, aber nicht genug Panzer.

Es wird aber nicht reichen, einige Leo II wieder zu aktivieren. Um zum Beispiel mit Estlands Beitrag zur Nato-Rüstung gleichzuziehen, müsste Deutschland mindestens zehn Milliarden Euro mehr ausgeben. Angesichts der zahlreichen Krisen an Europas Grenzen wird das Bündnis darauf pochen, dass die stärkste Wirtschaftsmacht auch militärisch wieder stärker wird.