Die Reflexe sind überall und immer die gleichen. Ob in der Leichtathletik, beim Biathlon oder im Radsport. Es wird abgewiegelt, weggeschaut und verniedlicht. Schließlich kann nicht sein, was nicht sein darf: Doping in der Fußball-Bundesliga.

Nach der brisanten Veröffentlichung von Anabolika-Doping-Praktiken in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren "im größeren Umfang" beim Bundesligisten VfB Stuttgart und beim damaligen Zweitligisten SC Freiburg sieht sich die Branche derzeit mit vielen Fragen konfrontiert. Immer mehr Details zu potenziellen Abläufen kommen ans Licht. Und heute? Dass nur wenige Spieler tatsächlich überführt werden, gilt in anderen Sportarten auch längst nicht mehr als Beleg für saubere Wettkämpfe.

Der Fußball und die Bundesliga täten jetzt zunächst einmal gut daran, sich dem Thema offen zu stellen. Aufarbeitung und Transparenz sind das Gebot der Stunde - auch wenn die Wahrheit vielleicht eine unbequeme ist.