Das Grubenunglück im ukrainischen Donbass zeigt mit tragischer Wucht, auf welchen Irrweg das Land geraten ist. Statt sich in einem blutigen Sezessionskrieg zu zerfleischen, hätten die Ukrainer genug mit einer Generalüberholung von Staat und Wirtschaft zu tun. Und zwar zusammenhängend - von den Karpaten bis zum Donezbecken. So aber droht der Separatismus die angeschlagene Ökonomie vollends zu ruinieren. Die Ostukraine, sollte sie weiter abgekoppelt bleiben vom Rest des Landes, wäre nur mit Geld aus Moskau als eigenes Gebilde überlebensfähig.

Auch die Regierung in Kiew steht mit dem Rücken zur Wand. Verstärkt durch die Kriegsausgaben, hat sich die Lage in den vergangenen Monaten dramatisch verschlechtert. Die Inflation erreicht schwindelerregende Höhen. Schon jetzt lebt das Land von Milliarden aus dem Westen. Wenn der Niedergang nicht gestoppt wird, läuft es in der Ukraine auf ein Griechenland im Quadrat hinaus - oder die Staatspleite.