Elektronischer Datenverkehr erleichtert den Behörden die Arbeit und trägt zum Schutz der Umwelt bei, da viel Papier eingespart werden kann. Doch er birgt auch Risiken, gerade wenn es um den Schutz sensibler Daten geht. Nach den amerikanischen Späh-Skandalen ist es umso wichtiger, dass deutsche Behörden und Verwaltungen ihre Daten nicht ausgerechnet IT-Dienstleistern anvertrauen, die im Verdacht stehen, mit Geheimdiensten wie der CIA oder NSA zu kooperieren.

Die Firmen mögen noch so vehement betonen, dass sie den deutschen Datenschutz achten, doch niemand kann wirklich sicherstellen, dass sie sich an ihre Ankündigungen auch halten. Dass Sachsen-Anhalt und weitere Bundesländer nun auf die Dienste von CSC verzichten, ist ein konsequenter und richtiger Schritt. Der Fall zeigt aber auch: Deutschland und die EU-Nachbarländer müssen eigene IT-Infrastruktur aufbauen, Abhängigkeiten zu den USA reduzieren, um Spionage-Angriffe zu erschweren.