Die Landesregierung setzt beim Breitbandausbau auf Wählerstimmen statt auf Wertschöpfung. Schnelles Internet ist für private Haushalte praktisch, aber für Unternehmen ist es lebensnotwendig. Doch als IT-Branche nur auf die Politik zu schimpfen, die schlechte Rahmenbedingungen setzt, ist zu kurz gedacht.

Die Branche muss aktiv werden, wenn in fünf Jahren 50.000 Menschen bei IT-Unternehmen im Land arbeiten sollen. Nur Innovationen bringen die Firmen nach vorne. Dafür sind in erster Linie die Mitarbeiter verantwortlich. Junge Absolventen müssen durch attraktive Angebote in der hiesigen Branche gehalten werden.

Der Kampf um Fachkräfte wird künftig zunehmen. Derzeit gibt es 41.000 unbesetzte IT-Stellen in Deutschland. Die klugen Köpfe haben die Qual der Wahl. Sachsen-Anhalt muss jede Karte, die es hat, ausspielen, um im Poker um Akademiker eine Chance zu haben. Wenn sich Politik und IT-Wirtschaft die Hand geben, wäre ein Anfang gemacht.