Er war schon einige Male totgesagt worden, dieser 60 Jahre alte Eurovision Song Contest. Dabei ist das betagte TV-Ereignis in den vergangenen Jahren förmlich auferstanden.

Es sind wohl die vielen Merkwürdigkeiten dieser glitzernden Inszenierung, an denen sich Abermillionen vor den Bildschirmen immer wieder reiben. Was wurde schon alles diskutiert über Hin-und-Herschiebe-Entscheidungen - bis hin zum russischen Außenminister Lawrow, der schon einmal eine Punkte-Vergabe kommentierte. Dann die Aufregung im letzten Jahr, als die bärtige Diva Conchita Wurst siegte.

Und jetzt? Vor dem großen Europa-Finale - es darf übrigens Australien mitsingen - auch noch das irritierende Ende beim Deutschlandausscheid. Ein Sänger, der zwar antritt, aber dann doch nicht gewinnen möchte. Es wird Verständnis gezeigt und geschimpft. Es wird wieder diskutiert. Zum Finale wird es sicher noch politisch. Mal sehen, welches Land dann zu wem "Ätsch!" sagt.