CDU und SPD haben am Wochenende die Grundstruktur ihres Wahlkampfes erkennen lassen. Dabei wurden unterschiedliche Akzente gesetzt. Die Union setzt ganz klar auf eine Fortsetzung der Koalition mit der SPD. Und so ging der künftige Spitzenkandidat Haseloff nach einer Klausurtagung auch sehr rücksichtsvoll mit den Sozialdemokraten um. Die Strategie ist klar: Der SPD soll kein Vorwand geliefert werden, im Jahr 2016 einen anderen Partner zu wählen. So überrascht es nicht, dass die Linke als der politische Konkurrent ausgemacht wurde.

Ein anderes Bild bei den Sozialdemokraten: Dort wurde der Ton rauer. SPD-Spitzenfrau Budde fuhr die Krallen aus und las der CDU kräftig die Leviten. Die Linke kam deutlich glimpflicher davon. Das war ein deutlicher Fingerzeig, dass Budde im Frühjahr 2016 tatsächlich auf Rot-Rot setzt. Denn Ministerpräsidentin kann sie aller Voraussicht nach nur in dieser Konstellation werden - wenn die SPD stärker als die Linke wird.