Sie reichen bis in Chinas Osten hinein - die Krakenarme des Islamischen Staates. Damit wird die Liste der Staaten, die unmittelbar oder mittelbar mit fundamentalistischen Gotteskriegern konfrontiert sind, immer länger. Die Hauptkampfplätze sind Syrien, Nordirak und über die verbündete Boko-Haram-Miliz Nigeria. Das Rekrutierungsgebiet der Islamisten umfasst hingegen die ganze Welt - Deutschland eingeschlossen. Dass es dem IS nicht an Nachschub mangelt, macht dessen Bekämpfung nur umso schwieriger.

Die Amerikaner versuchen mit einer schillernden Schar von Verbündeten die Islamisten aus Syrien und dem Irak zu vertreiben - ganz ohne UN-Mandat. Das wird international goutiert, weil sich überhaupt jemand gefunden hat, der dem Vormarsch entgegentritt. Nötig wäre jedoch eine breite Staaten-Allianz auf Basis der Vereinten Nationen. Auch um durch Ächtung der IS-Unterstützer die Finanzquellen und Waffenströme der Islamisten auszutrocknen.