Nun herrscht also Gewissheit: Der übernächste Fußball-Weltmeister wird am vierten Advent 2022 gekürt - am 18. Dezember. Nach monatelangem Tauziehen hat der Weltverband Fifa die unvermeidliche Verlegung aus der sommerlichen Wüstenhitze in den halbwegs erträglichen Winter von Katar durchgedrückt und damit zumindest ein ärgerliches Dauerthema zu den Akten gelegt.

Die WM im Emirat, das klingt wie eine hartnäckige Entzündung, bleibt auch nach der Klärung der leidigen Terminfrage ein Reizthema. Die Umstände um die Vergabe der WM sind weiter nicht vollständig offengelegt, Vorwürfe von Vetternwirtschaft und Korruption stehen immer noch unaufgeklärt im Raum. Die Themen Menschenrechte und Arbeitsbedingungen dürften ebenfalls alsbald auf die Agenda zurückkehren. Die mächtigen europäischen Vereine konnte die Fifa beim Termingerangel mit einer großen Geldspritze halbwegs beruhigen. Bei den anderen offenen Flanken wird dies mit Sicherheit nicht gelingen.