Durch den Ansprechpartner für Tierschutzfragen bekommt das Wohl von Nutztieren in Sachsen-Anhalt künftig ein Gesicht. Ein guter und konkreter Vorschlag im Zehn-Punkte-Plan für den Tierschutz von CDU und SPD. Doch wie die Fraktionen künftig verhindern wollen, dass Schweine oder Hühner in unzumutbaren Zuständen gehalten werden, bleibt unklar.

Denn den Brennpunkt Nutztierhaltung blenden die Regierungsfraktionen aus. Kein Wort über enge Kastenstände, die zum Wohl der Tiere abgeschafft werden könnten. Keine Forderung nach Auslauf für die Tiere oder danach, dass Hühnern keine Schnäbel und Schweinen keine Schwänze mehr abgeschnitten werden. Die beiden großen Fraktionen im Landtag haben so die Chance für ein klares Bekenntnis zu lebenwürdigeren Bedingungen für Nutztiere verpasst. Der Alleingang ist zudem ein Schlag ins Gesicht für das Landwirtschaftsministerium. Dort fühlt man sich nicht ohne Grund übergangen.