Mit dem Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst sollten beide Seiten zufrieden sein. Angesichts niedrigster Inflation sind gut zwei Prozent Zulage pro Jahr für die Angestellten ein ordentliches Ergebnis. Und angesichts prächtiger Steuereinnahmen sind die anfallenden Kosten von den Ländern gut zu schultern.

Eine Ungerechtigkeit aber entfacht berechtigterweise Ärger. Dass angestellte Lehrer netto weniger in der Tasche haben als ihre verbeamteten Kollegen, ist nicht akzeptabel. Nun könnte man das Problem langfristig lösen, indem man Lehrer nicht mehr in den Beamtenstatus hebt. Doch das ist illusorisch. Länder sparen bei Beamten Lohnnebenkosten. Und wenn - wie in Sachsen-Anhalt - Pensionsrücklagen angespart werden, kommt das Land besser weg, wenn junge Lehrer verbeamtet werden. Zudem dürften Länder, die ausscheren, erhebliche Nachwuchsprobleme bekommen, wenn sie ihren Pädagogen nicht den begehrten Status bieten.