In Tröglitz im Burgenlandkreis hat Landrat Götz Ulrich (CDU) am Dienstagabend zur Einwohnerversammlung eingeladen. Er wisse, dass es unter den Tröglitzern viele Fragen zur Unterbringung der 40 Flüchtlinge gebe, und stelle sich nun diesen.

Fragen zu Plänen, die eigentlich schon längst hätten beantwortet werden müssen. Stattdessen wird die Einwohnerversammlung erst drei Wochen nach dem Beschluss des Kreistages anberaumt und das vermutlich auch erst nach dem öffentlichen Druck durch den Rücktritt von Bürgermeister Markus Nierth. Auch da war ungenügende Kommunikation des Landratsamtes als Versammlungsbehörde eine Ursache. Rechte nutzten die Unsicherheit der Menschen für ihre Zwecke aus. Dies alles hat am Ende zu den bundesweiten Negativschlagzeilen geführt, die den Ort zur traurigen Berümtheit werden ließen. Es ist damit ein selbst geschaffenes Problem, das mit rechtzeitigem offensivem Aufklären hätte vielleicht verhindert werden können. Tröglitz sollte eine wichtige Lehre sein.