Verbieten ist nicht verboten. Aber diesen Eindruck versucht die Regierung zu vermitteln. Eine Technologie grundsätzlich zu ächten, sei mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Dabei hat sie eben den Atomausstieg verkündet. Viele Milliarden Euro öffentliches und privates Kapital wurden vernichtet, der CO2-Ausstoß erhöht und der Strompreis verteuert. Fürwahr ein hoher Preis für die Vermeidung eines Risikos, über das sich schließlich alle einig waren.

Große Einigkeit herrscht auch darüber, dass Fracking Risiken birgt, die nicht zu beherrschen sind. Also warum kein Verbot? Deutschland droht kein akuter Energiemangel. Die Reserven im Flöz und Schieferstein kann man auch in 50 Jahren noch heben, falls es dann bessere Methoden gibt. Die wirtschaftliche Bedeutung der teuren Fördertechnik würde sowieso gering bleiben. Das vorgelegte Gesetz errichtet zwar hohe Hürden, ist aber nicht konsequent.

Wenn Fracking unverhältnismäßig viel Schaden anrichten kann, gehört es schlicht verboten.