Man muss nicht unbedingt Christ und dazu auch noch Katholik sein, um diesem Papst seinen Respekt zu zollen. Franziskus hat zu Ostern ein weiteres Mal das angesprochen, was wohl die meisten Menschen derzeit beunruhigt, viele sogar leiden lässt. Es sind Kriege, Verfolgung, Menschenhandel und auch moderne Sklaverei.

Nun sollte man glauben, dies sei die Aufgabe eines Papstes. Das ist sicherlich richtig. Aber der Hilferuf an die internationale Gemeinschaft, die ungeheuren humanitären Tragödien endlich zu beenden, ist schon erstaunlich. Das Kirchenoberhaupt betet nicht nur, sondern es fordert sogar zu einem gegwalttätigen Einschreiten auf. Das ist bemerkenswert, denn die Kirche will sich eigentlich für Frieden und nicht für Gewalt einsetzen. Dabei scheint Franziskus zu wissen, dass selbsternannte und verblendete IS-Kämpfer mit Worten nicht zu besiegen sind.

Doch die Weltgemeinschaft erstarrt eher in Untätigkeit denn in einem gemeinsamen Kampf für Frieden. Das ist die Tragödie der Tragödie zurzeit.