Die Ansage von IWF-Chefin Christine Lagarde zu den diesjährigen Wirtschaftsaussichten ist ungefähr so aussagekräftig wie ein mittelfristiger Wetterbericht. Ein leichtes ökonomisches Hoch wird wohl weiter um den Globus ziehen, aber es ist nicht kräftig genug für den nachhaltigen Aufschwung. Das mickrige Wachstum könnten die zahlreichen Krisen finanzieller, politischer und militärischer Natur womöglich vollends verhageln. Lagarde fasst das unter dem Sammelbegriff Risiken zusammen und ist für den Moment auf der sicheren Seite - nichts Falsches gesagt. Geholfen ist damit aber auch niemandem.

Aus deutscher Sicht schlägt indes die gigantische Exportrate weiter kräftig wirtschaftsfördernd zu Buche. Daran wird sich kaum etwas ändern, weil der Euro in absehbarer Zeit kaum eine nennenswerte Wertsteigerung erfahren dürfte. Doch längerfristig ist die starke Ausfuhr-Quote kein Erfolgsgarant.

Die Lagarde´schen Risiken lassen grüßen.