Die Beförderungs-Mittlerdienste des kalifornischen Startup Uber, hinter dem milliardenschwere Geldgeber wie Goldman Sachs stehen, werden von jungen Leuten geschätzt. Per Fingertipp via App auf dem Smartphone ist der private Fahrer zur Stelle - zum Billigtarif, Risiken und Nebenwirkungen gehen zu Lasten des Fahrers.

Weil Uber von deutschen Gerichten ausgebremst wird, sucht der Fahrten-Vermittler nun Schützenhilfe bei der EU-Kommission.

Ob und wie Brüssel entscheidet, das wird spannend. Der Konzern, der sich weltweit ausbreitet, will sich den Regeln nicht anpassen, sondern seine eigenen zu den bestimmenden machen. Man kann es auch demokratiefeindliches Verhalten nennen, wenn er nationale Regeln zu seinem Vorteil einfach aushebeln will.

Wenn die europäische Wertegemeinschaft diesem Machtspiel nichts entgegenstellt, kann sie sich einmotten lassen. Am Ende macht die neue Welt des Teilens nicht alle reicher, sondern nur einige wenige, viele aber zu digitalen Tagelöhnern.