Der Philologenverband will sie nicht hinnehmen, die Rente mit 67. Lehrer seien am Ende ausgebrannt, zwei Jahre mehr einfach nicht drin. Tatsächlich gibt es die erschöpften Pauker, die ihre Aktivität im Klassenzimmer herunterfahren, Arbeitsblätter austeilen und die Schüler machen lassen. Oder die sich von einer Krankschreibung in die nächste flüchten.

Realistisch ist die Forderung nach Rente mit 65 dennoch nicht. Schon 2007 hatte der Bundestag die Verlängerung beschlossen, sie gilt für alle angestellten Lehrer - in Sachsen-Anhalt die große Mehrheit. Dass die Beamten besser wegkommen, ist nicht zu erwarten. Zwar liegt der Gesetzentwurf dazu noch im Landtag, doch eine Ungleichbehandlung wird niemand befürworten.

Welche Möglichkeiten bleiben, um altgediente Lehrer zu schonen? Eine (weitere) Reduktion der Stundenzahl wäre denkbar, Gesundheitsprävention, Supervision. Mehr Wertschätzung würde wohl auch helfen - aber die kann kein Minister verordnen.