26 Athleten haben bei den deutschen Meisterschaften in Berlin die Weltmeisterschafts-Norm erfüllt, in vielen Disziplinen sind sie unter die besten zehn der Weltrangliste geschwommen. Aber diese Bilanz ist nur eine Momentaufnahme. Niemand weiß, wer morgen schon in Amerika, Australien oder Europa noch schneller durchs Becken pflügt. Niemand weiß, wie die Tagesform der Deutschen im Sommer bei den Titelkämpfen im russischen Kasan aussehen wird.

Es mag zudem nur eine statistische Randnotiz sein, aber in Zeiten, da alle höher springen, weiter werfen und schneller rennen, schwimmen die Deutschen weiter an nationalen Uralt-Rekorden vorbei, manchmal knapp, oft aber sehr weit. Das sagt auch viel über das System im deutschen Schwimmen aus. Seit dem medaillenlosen Abschneiden bei Olympia 2012 hat sich einiges getan, aber die Aufarbeitung alter Baustellen ist lange noch nicht abgeschlossen. Fazit: Es bleibt ein weiter Weg zurück an die Weltspitze.